Von einer Feder in meinem Haar

Vor vielen Jahren, da besuchte ich über einen Freund ein Indianer-Camp. Nicht in den weiten Steppen Nordamerika war es, nein, sondern mitten im grünen Herzen Deutschlands. Es wurde gezeltet, gesungen, getanzt und gelacht. Und immer wieder kamen wir zusammen für Zeremonien. Wir sangen Lieder der alten Vorfahren, aßen gemeinsam und reichten Essen für die Tiere und Pflanzen. Auch rauchten wir die Pfeife. Ja wirklich – wie in alten Zeiten in modernen Tagen. Danach, nach einer Weile und einigen Schwitzhütten – wie im Schoße von Mutter Erde, da träumte ich des Nachts einen besonderen Traum. Am nächsten morgen wachte ich recht verwirrt auf “Was war es gewesen?”, so dachte ich ich. Erst viel später verriet ich diesen Traum dem Ältesten des Camps. Sofort sprang er auf und “zack weg” war er. Ich stand alleine, wie ein begossener Pudel; mit vielen Fragen um Kopf und recht verwirrt. Dann kam er zurück: “Aho. Ich muss mich entschuldigen bei Dir”, fing er leise an. “Es ging um eine Suchende, die mit schweren Fieber alleine im Wald und sterbenskrank ist. Wir haben sie gefunden.”
So war es wohl ein “Medizintraum”, den ich erhielt. In mir wusste ich, es ist wahr. Aber wirklich trauen, dieses mir zu dieser Zeit anzuerkennen, das viel mir schwer. Und heute, nach vielen Jahren kann ich ihnen sagen: mit dem Geist ist alles möglich.
Wissen sie, es braucht die Wissenschaft, die Medizin, die Technik und alles drum herum zum Gesundmachen. Schließlich gibt es auch Feuer, Wasser, Luft und Erde. Und doch: es ist noch so viel mehr drin, so viel mehr möglich. Das wirklich Geheimnis, das liegt auf der anderen Seite.
Wo? Das wissen nur sie selbst.
Und wenn sie sich fühlen wie eine Vogel und singen wie eine Feder, dann sind sie vielleicht auch eine oder einer, zu denen das Geheimnis spricht und in der die Liebe schwingt.
Sat Nam. Dein,

 


Als Podcast

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